Samstag, 7. September 2013 14 Kommentare.

Nicht jeder ist ein so geübter Zeichenkünstler, dass handgeschriebene Notenblätter auch in einem Fluß gelesen werden können. Meine Gekritzel ist das beste Beispiel dafür. Warum also nicht gleich die Noten am Computer selber schreiben?

Neben mächtigen Programmen wie Sibelius oder Finale sind auch viele kostenlose Programme erhältlich. Hier findest du eine Übersicht der wichtigsten Notationsprogramme von gratis bis ziemlich teuer.

Zumindest die freien Online-Editoren sind einen Klick wert. Damit lassen sich zumindest einfache Noten schnell schreiben und als leserliche Noten auszudrucken.

Wem es trotzdem noch lieber ist die Noten weiterhin von Hand zu schreiben, findet hier zahlreiche leere Notenblätter zum ausdrucken.;)

Kostenlose Online-Noten-Editoren

  • Scorio (Deutsch)
    Noten schreiben ohne Anmeldung möglich
  • Noteflight (Englisch)
    Anmeldung nötig, Wahl zwischen kostenlosem Account und kostenpflichtigem Account für derzeit 49 USD jährlich. Eine neue Version ist in Bearbeitung.

Kostenlose Noten-Editoren

  • MuseScore (Deutsch, Englisch, etc.)
    Für Windows, Mac und Ubuntu
    MuseScore ist in vielen Sprachen erhältlich und überrascht im Funktionsumfang. Das Projekt wird über Spenden finanziert, auch kleine Beiträge über Flattr sind möglich.
  • Finale NotePad (Englisch)
    Für Windows und Mac.
    Mit NotePad bringt Finale eine freie Version seiner großen Notationssoftware heraus. Im Unterschied zur Finale Testversion ist NotePad Zeitlich unbegrenzt verfügbar und kostenlos.
  • Forte Free (Englisch)
    Für Windows
    Kleiner Bruder der drei Forte Suiten.
  • Crescendo Notensatz (Englisch)
    Für Windows
    Crescendo ist ein völlig freies Tool zum schreiben von Noten am Computer. Der Hersteller NCH führt viele weitere hilfreiche Programme für Musiker, welche dann aber kostenpflichtig sind.
  • Lilypond (Deutsch)
    Für Windows, Mac und Linux
    Open Source Programm zum Noten schreiben. Im Unterschied zu den anderen hier vorgestellten Programmen ist Lilypond nur per Texteingabe bedienbar. Die Ausgabe erfolgt natürlich grafisch, die Eingabe aber ausschließlich über die Tastatur.

Kommerzielle Noten-Editoren

  • Sibelius 7 (Deutsch, Englisch, etc.)
    Für Windows und Mac
    Kurz: Sibelius ist mächtig. Mit diesem Programm ist so gut wie alles möglich, dementsprechend tief muss man dafür auch in die Tasche greifen. Für € 548,99 wechselt die neue Version 7 derzeit den Besitzer. Dafür erhält dieser aber auch ein Programm das eigentlich keine wünsche offen lässt.
    Eine Testversion ist für 30 Tage nutzbar. Der Funktionsumfang ist gleich der vollen Version, die Arbeit kann aber nicht gespeichert werden.
    Mit Sibelius First 7 ist eine abgespeckte Version des Noten Editors erschienen. Für Einsteiger empfiehlt sich dieses, sowohl vom Preis als auch von der Übersichtlichkeit her. Mehr Info zu Sibelius First 7
  • Finale 2012 (Deutsch, Englisch, etc.)
    Für Windows und Mac
    Finale ist ebenso mächtig wie Sibelius. Zwischen diesen zwei Kontrahenten spielen eher persönliche Vorlieben eine entscheidende Rolle, mit € 600,00 ist Finale knappe 10% teurer. Interessant ist die Option für Umsteiger einer vergleichbaren Software oder Nutzer der Produktionssoftware Steinberg Cubase: dann kostet Finale nur noch € 139,00
    Eine voll funktionsfähige Testversion ist für 30 Tage nutzbar, danach können die Arbeiten nicht mehr gespeichert und ausgedruckt werden, die restliche Funktion bleibt erhalten.
  • Capella (Deutsch)
    Für Windows
    Eines der ältesten Programme für den Notensatz ist Capella. Gleichzeitig ist es auch deutlich einfach zu bedienen, was auch der Hersteller besonders zu bewerben weiss: „Kein anderes Notensatzprogramm nimmt Sie bei Ihren ersten Schritten so freundlich an die Hand. Sie müssen nicht in Computerbegriffen denken, sondern arbeiten nach Ihren musikalischen Vorstellungen.“
    Für € 188,00 ist es auch deutlich günstiger als die ganz großen Vergleichsprodukte. Zudem gibt es Capella als Capella Start in einer abgespeckten Version für € 54,00
  • Steinberg Cubase
    Für Windows und Mac
    Nicht ganz in diese Aufstellung passt Steinberg Cubase. Hierbei handelt es sich schliesslich um eine Musik-Produktionssoftware, die in drei unterschiedlichen Versionen von € 99,00 bis € 599,00 verfügbar ist. Alle Versionen beinhalten auch einen Noteneditor.
    Interessant wird Cubase dann, wenn die Musik auch aufgenommen und bearbeitet werden soll. Dann erhält der Anwender ein tolles Paket vom Notensatz bis zum Homerecording Studio.
  • Forte (Englisch)
    Für Windows
    Besonders interessant ist, dass hier vom Hersteller weg schon viele Noten gratis mit angeboten werden: Gratis Noten für Forte.
    Was in den USA vielleicht erlaubt sein mag, ist es hierzulande vermutlich nicht. Oder vielleicht doch, schließlich sind die zahlreichen Komponisten von Bach bis Telemann schon über 125 Jahre verstorben.
    Leider ist dieses Thema nicht nur so kompliziert wie ein Flug zum Mars, es ist auch von Land zu Land anders. Soviel weiss jeder der schon mal Noten nur für den eigenen Gebrauch kopieren wollte, und sich informiert hat ob er das überhaupt darf.
    Vermutlich ist diese Verwirrung bei euch oft auch da? Vielleicht gibt es ja jemanden der hierzu einen Artikel schreiben möchte – das wäre für uns alle hilfreich! Bitte in diesem Fall einfach einen Kommentar hier abgeben.
  • Encore (Englisch)
    Für Windows und Mac
    Schon etwas altbacken wirkt Encore. Für € 399,00 ist es zudem kein Schnäppchen. Dieses Programm habe ich nicht selber ausprobiert, ich wurde schon von der Webseite abgeschreckt. Vielleicht hat sonst jemand seine Erfahrung damit gemacht?
  • Mozart (Englisch)
    Für Windows
    Kostenlose, voll funktionsfähige Testversion für 30 Tage, danach € 109,00

Die kommerziellen Produkte auf Amazon:

14 comments


  1. Hallo,
    zur Sammlung der Editoren zum Noten schreiben, fehlt noch „Ludwig“. Das kann man als Free – Version herunterladen. Man gibt eine Melodie ein und das Programm schreibt eine Begleitung im Stil und Bestzung Deiner Wahl hinzu. Wenn Du die Arrangements ausdrucken willst, dann solltes Du das Programm kaufen (knapp 50 €).
    Hier der Link dazu http://www.komponieren.de/

    LG, Uwe Sawall
    http://facebook.com/usawall


  2. Scorio –
    nicht zu empfehlen, das schreiben ist sehr aufwendig und die wichtigsten Funktionen kostenpflichtig. Zum Ausdrucken muss man sich ebenfalls anmelden, au


  3. Encore mag altbacken sein, aber man kann genauso schreiben, wie man auf Papier schreiben würde – es geht nur erheblich schneller. Ich habe seit 1992 alle Notensatz-Programme (auf MAc) ausprobiert, mich immer wieder durch Finale und Sibelius gekämpft und kann sagen, daß ich Encore immer nich allen anderen Programmen gegenüber bevorzuge. Es kann nicht alles (Stichnoten, Schlagzeugsounds), aber es kann alles, was ich im täglichen Schreibgeschäft brauche (Big-Band, Bläser, Orchesterpartituren, Leadsheets und Cantionalsätze).


    • Zu Encore ist auch zu ergänzen, dass es dieses für Windows inzwischen auch auf deutsch gibt. d.h. die Sprache des Menüs kann auf english, deutsch, français, nederlands, português und español ein- bzw. umgestellt werden.
      Auch kostet eine Encore Vollversion nur € 99,- für jeden, der schon eine andere Notationssoftware besitzt und umsteigen möchte (sonst als vergünstigte Academic-Version189,- siehe passportmusic.de).
      Auch Stichnoten und Schlagzeugsound sind standardmäßig möglich und – was ich besonders für die Gestaltung von Unterrichtsmaterial schätze – auch eine freie Notation ist möglich.
      D.h. man kann die automatische Beschränkung auf die maximale Anzahl von Noten pro Takt abschalten und somit einen komplett freien Notensatz, mit einer beliebigen Anzahl von Noten pro Takt gestalten (gut zum Erstellen von Arbeitsblättern für den Unterricht)…


  4. Ich kann Martin nur zustimmen, auch ich verwende encore seit vielen Jahren am mac, leider wird das Programm nicht mehr wirklich weiterentwickelt, seit die Firma passport encore vertreibt. Es wird gerade mal so lala für die neuen osx-Versionen angepasst und dann passt halt irgendetwas nicht wirklich. Ich habe mich schon auch oft nach Alternativen umgesehen, aber im Vergleich zu encore sind sibelius und finale unglaublich kompliziert. Was an sibelius intuitiv sein soll weiß ich nicht und finale glänzt auch mit geradezu lächerlichen Vorgängen, versucht mal schöne Akkorde in Jazzschrift zu schreiben oder gar einzuspielen – viel Spaß!!
    Bei encore kann man alles mit der Maus angreifen und verschieben etc, da ist es unübertroffen, außerdem sind die Dateien sehr klein und nicht so überladen.
    Bin immer reumütig zu encore zurückgekehrt und hoffe auf eine professionelle Weiterentwicklung – vielleicht ist die windows Version besser.


  5. Hallo,

    bevor ich all die genannten Programme ausprobiere: Welches speichert die Noten als Bitmap? Also z.B. im .tif- oder .jpg-Format?

    Grüße
    Gabi


    • Hallo Gabi,
      Noten als Grafik (jpg, tif, jpeg, tiff, bmp etc.) speichern kannst du mit jeder Notensatz Software.
      Einfach den kostenlosen PDF Creator (http://www.pdf24.org) installieren – damit kann man nicht nur PDF, sondern sehr einfach auch PNG, JPG, TIFF, BMP, PCX, PS, EPS… Dateien aus jeder Software und in beliebig einstellbarer Auflösung erstellen.
      Diese Notengrafiken können weiter bearbeitet und in jedes andere Dokument (Worddatei) auch in bester Druckqualität eingefügt werden.


  6. … als PDF wäre die Speicherung auch okay!


    • Hallo Gabi,
      Also ich verwende gerne MuseScore. Ist vielleicht nicht so komfortabel wie die (kostenpflichtigen) Encore oder Sibelius, aber für meine seltenen Anwendungen reicht´s. Und die Noten kannst du damit als PDF, PNG und einige andere Formate speichern.
      Gruß,
      Bernhard


    • Bei einem Mac ist der pdf-Generator eingebaut und dem Rechner ist es egal, ob er bei dem Befehl „Drucken“ den Drucker aktiviert oder ein pdf erzeugt, ob er die Dateil mailt oder in sonstwas umwandelt. Vermutlich hast Du also einen Windows-Rechner. Hier gilt: Bildschirmfoto machen und in ein pdf, jpg oder sonstwas umwandeln. Weil ich meine diversen Instrumentalschulen mit Text und Bildern ergänze, wandele ich die Bildschirmfotos immer in pdfs um und habe keinen Streß mit dem Import in andere Programm. Nur hören kann man dann nicht mehr.


      • Hallo Martin,
        Bildschirmfotos (Hardcopies) haben leider eine sehr schlechte Auflösung, besser ist es, den kostenlosen PDF Creator (http://www.pdf24.org) zu installieren – damit kann man nicht nur PDF, sondern sehr einfach auch PNG, JPG, TIFF, BMP, PCX, PS, EPS… Dateien aus jeder (Notensatz) Software und in beliebig einstellbarer Auflösung erstellen und in jeder anderen Software weiter verwenden.


  7. Danke für Eure Antworten.

    Hab einiges ausprobiert und arbeite zur Zeit mit Photoscore, um schlechte Notenkopien einzulesen bzw. zu scannen, und dann mit Sibelius, um die Noten ggf. zu korrigieren und als .tif abzuspeichern.

    Gibt es ein Programm, das beides kann?

    Grüße
    Gabi


  8. @Gabi:

    Gibt es! Capella als Notensatzprogramm und Capella Scan zum Einscannen, beides kompatibel, mit Capella Scan einscannen, Knopf drücken und schon erscheint das Notenblatt in Capella zum bearbeiten/ausdrucken/korrigieren.
    Liest auch verhältnismäßig schlechte Kopien noch ganz gut ein – der Vorteil ist eben, dass alles nachbearbeitbar und veränderbar ist.
    Beides ist gut bezahlbar. Ich kanns nur empfehlen!


  9. capella ist in der neuesten Version 8 auch für Mac verfügbar.

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